Viel zu schnell wird zum verbalen Gegenschlag ausgeholt ... auch böse Wörter tippen sich leicht, wenn man sich ärgert. Manche glauben, das wäre nicht so schlimm - ist ja nur eine Internetdiskussion, persönlich kenne ich die Beteiligten sowieso nicht.
Wer grundsätzlich so denkt, kann sich gleich sämtliche andere Werbung für sein Unternehmen sparen, denn soziale Plattformen sind mittlerweile viel mächtiger als man glauben will. Was kann passieren? Google liest mit. Und ein paar Tage später, wenn der böse Beitrag schon fast vergessen ist, googeln Sie Ihren Namen und finden ... nicht die eigene schöne Webseite, sondern den besagten Beitrag im Forum ganz oben in der Ergebnisliste. Das kann ziemlich unangenehm werden, insbesondere wenn auch der nächste potentielle Kunde bei seiner Recherche zu Ihrem Unternehmen nicht auf die Firmen-Webseite, sondern auf so einen unschönen Beitrag stösst. Na gut, einen Kunden weniger kann man vielleicht verschmerzen. Aber was wäre, wenn Sie nicht nur für kurze Zeit, sondern für die nächsten Jahre damit leben müssten? Wie viele Kunden würden sich davon wohl abschrecken lassen? Und das alles nur wegen ein paar voreilig getippten Zeilen...
Das ist leider keine Seltenheit, denn Google sieht in sozialen Plattformen zunehmend wichtige Inhalte und bewertet Suchergebnisse dort höher als Suchergebnisse auf Firmen-Webseiten. Und in Internetforen wird meistens nicht gelöscht, da dies der Zensur gleich käme. Damit Sie solche Reputationsprobleme grundsätzlich vermeiden, denken Sie vor dem Schreiben eines Beitrags immer an die Nettiquette-Regel "Der Ton macht die Musik". Und wenn Sie sich mal richtig über einen Beitrag ärgern, dann ist es wirklich am besten, erstmal gar nicht zu schreiben ... vielleicht irgendwann später...